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Vereinsnachrichten |
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Wien, Oktober 2008 Vereinsnachrichten 02/2008Liebe ÖGG Mitglieder! Wenn Sie diese Vereinsnachrichten lesen, neigt sich die zweijährige Funktionsperiode des derzeitigen Vorstandes ihrem Ende zu. Für gewöhnlich wird dies zum Anlass für eine mehr oder weniger ausführliche Replik genommen. Ich widerstehe dieser Versuchung und darf stattdessen auf vier Highlights verweisen: Erstens die würdevolle Feier des 100jährigen Bestehens unserer Gesellschaft im November 2007 (ein Bericht findet sich im nächsten Band des AJES). Zweitens das retrograde Digitalisieren aller Bände unserer früheren Mitteilungen, das mit Ende dieses Jahres erfolgreich abgeschlossen werden wird (und untrennbar mit dem Namen eines unserer engagiertesten Mitglieder, Thomas Hofmann, verbunden ist). Drittens das Internationale Jahr des Planeten Erde, eine weltumspannende PR-Chance für die Geowissenschaften, die nun spät aber doch auch in der Alpenrepublik die nötige Unterstützung seitens des Ministeriums erfährt (siehe Bericht von Werner Piller, der die IYPE Aktivitäten seitens des Österreichischen Nationalkomitees für Geologie koordiniert). Und viertens die mit ca. 300 Teilnehmern bislang erfolgreichste Pangeo Austria Tagung im Herbst dieses Jahres in Wien, zu der ebenfalls ein Kurzbericht der Organisatoren auf unserer Website zu finden ist. Noch nicht am Ziel sind wir hingegen mit unserem ambitioniertesten Vorhaben, nämlich das AJES im Science Citation Index zu etablieren. Für diejenigen unter Ihnen, die im akademischen Umfeld arbeiten, brauche ich nicht näher ausführen, dass "publish or perish" auch unser kleines Land erfasst hat, dass bibliometrische Kennwerte im zunehmenden (mitunter übertriebenen) Maß zur Leistungsbeurteilung, Stellen- und Mittelvergabe herangezogen werden und dass diese Entwicklung in Zukunft gewiss nichts an Intensität einbüßen wird. Österreich leistet sich derzeit (noch) eine beneidenswerte Fülle an geowissenschaftlichen Periodika, aber es wird für Wissenschafter zunehmend weniger attraktiv, in diesen nicht-SCI-Zeitschriften zu veröffentlichen. Der Vorstand der ÖGG hat diese Entwicklung bereits vor Jahren erkannt und mit der Anglisierung, der Einführung eines Review-Verfahrens und einem gründlichen "facelift" des AJES ein deutliches Zeichen Richtung SCI gesetzt. Allerdings wurden trotz besten Bemühens unserer Editoren die Schwierigkeiten unterschätzt, gute Manuskripte in ausreichender Anzahl für die regelmäßige Herausgabe von zwei Ausgaben pro Jahr zu bekommen. Ich spreche hier von der 2-jährigen Phase, während der Journale, die in den Index aufgenommen werden möchten, von Thomson Reuters beobachtet werden. Wir haben nun kürzlich im Vorstand beschlossen, unsere Anstrengungen zu verdoppeln, um das Projekt AJES nicht scheitern zu lassen. Es herrscht Einmütigkeit, dass dies wohl die letzte Chance für ein österreichisches Geo-Journal ist, die Eingangshürde zu schaffen. Wir haben eine kleine handverlesene Gruppe namhafter Kollegen im In- und Ausland ersucht, den Editoren in dieser kritischen Phase tatkräftig zu helfen, damit gute Manuskripte während der kommenden zwei Jahre in entsprechender Anzahl eingereicht werden. Es sind dies Arbeiten, die die Autoren ohne Probleme in "besseren" Journalen platzieren könnten, diese aber bewusst beim AJES einreichen werden (obwohl sie – derzeit noch – dort keine "Punkte" bekommen). Es gehört zu den positivsten Erfahrungen meiner Tätigkeit in unserer Gesellschaft zu sehen, dass sich bereits innerhalb kurzer Zeit nicht wenige Fachkollegen bereit erklärt haben, auf diese Weise ihren Beitrag zum Gelingen des AJES-Vorhabens zu leisten. Wir haben somit berechtigten Grund zu neuem Optimismus, dass wir in Österreich schaffen werden, was die meisten unserer Nachbarländer teilweise bereits vor Jahren bewerkstelligt haben, nämlich ein gutes ostalpines Fachjournal zu etablieren, in dem es sich zu publizieren lohnt, und das mittelfristig sicher zu einer Fokussierung der österreichischen Geo-Periodika-Landschaft führen wird. In diesem Sinne: Denken Sie das nächste Mal, wenn Sie eine schöne Arbeit publizieren wollen, an das AJES und helfen Sie so mit, dass dieses ambitionierte Vorhaben ein Erfolg wird.
Ihr
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