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Wien, März 2008


Vereinsnachrichten 01/2008


Liebe ÖGG Mitglieder!

Wenn Sie diese Vereinsmitteilungen in Händen halten respektive am Bildschirm sehen, dann ist es bereits ein gutes Jahr her, dass der neue Vorstand der Gesellschaft gewählt wurde. Ich erspare Ihnen hier einen ausführlichen Tätigkeitsbericht - nur so viel: Die ÖGG hat schon weniger aktive Zeiten in Ihrer 100-jährigen Geschichte erlebt.

Viele von Ihnen, konkret etwa 220 Personen, sind der Einladung zur Feier des 100-jährigen Bestehens der ÖGG in das Naturhistorische Museum in Wien gefolgt. Die Rückmeldungen lassen keine Zweifel offen: Das Fest war ein voller Erfolg und ich betrachte es als großes Privileg, dass ich in diesem Jahr der Gesellschaft vorstehen durfte. Sollten Sie verhindert gewesen sein, werfen Sie einen Blick auf die website des Gesellschaft. Dort finden Sie einen kleinen Rückblick auf die Feierlichkeiten. Und alle, die angesichts des opulenten Festbandes und des üppigen Festessens die bange Frage stellen - wer soll das alles bezahlen? – können beruhigt sein: Es ist gelungen, die Feier inklusive des 100. AJES Bandes durch Sponsorengelder zu finanzieren. Kein leichtes Unterfangen, aber Dank unseres Vizepräsidenten Wolfgang Nachtmann und etlicher weiterer erfolgreicher Fundraiser konnte eine historisch hohe Fördersumme eingeworben werden, sodass das ordentliche Budget der Gesellschaft nicht berührt wurde. Die Gesamtorganisation der Feier und ihres Rahmens lag in den bewährten Händen unseres Ehrenmitgliedes Herbert Summesberger, dessen Einsatz und Professionalität eindrucksvoll waren.

Die ÖGG machte sich und der erdwissenschaftlichen Gemeinschaft gewissermaßen selbst ein Geschenk mit hohem Nachhaltigkeitswert, indem die komplette Digitalisierung der 100 Jahrgänge unserer Fach-zeitschrift angegangen wurde. Insider wissen, dass das ein großes Vorhaben ist und es würde wohl heute noch eine schöne Idee geblieben sein, hätte hier nicht Thomas Hoffmann die Regie übernommen. Überzeugen Sie sich selbst vom Ergebnis: Auf unserer website sind mittlerweile bereits etwa drei Viertel aller Bände vollumfänglich abrufbar. Kollege Hoffmann hat im heurigen Hauptjahr des Planeten Erde seine Freizeit nochmals um die Hälfte reduziert, aber so wie ich ihn kenne, wird er alles daransetzen, vor Jahresende alle 100 Bände im Netz zu haben.

Apropos Netz: Vielleicht ist es aufgefallen: Kurz nach der 100-Jahr-Feier ging unsere website für ein paar Wochen offline. Niemand konnte ahnen, dass gerade zu diesem Zeitpunkt der Provider in einer fragwürdigen Aktion österreichweit Abonnenten einseitig aufkündigte um sie zu teureren Verträgen zu nötigen. Mittlerweile hat die website ein neues Zuhause gefunden und es ist der Achtsamkeit unseres Webmasters Georg Friebe zu verdanken, dass die Abschaltung und der Umstieg ohne Schrammen, sprich Datenverlust, gemeistert werden konnte.

Das Stichwort des Internationalen Jahres des Planeten Erde ist schon gefallen. Es bietet uns die wahrhaft historische Chance, den frischen Schwung, den unsere Gesellschaft im Jubiläumsjahr erfasst hat, zu nützen, um verstärkt erdwissenschaftliche Themen auf verschiedenste Weise in der Öffentlichkeit anzusprechen und nicht zuletzt auch mit unseren Anregungen bis zu den politischen Entscheidungsträgern vorzudringen. Das Nationalkomitee für Geologie koordiniert die diversen größeren Aktivitäten und etliche ÖGG Mitglieder werden sich im Laufe dieses und teilweise auch nächsten Jahres aktiv daran beteiligen. Aber auch jede kleine Aktion zählt, sei es ein Artikel in einer Zeitung zu einem wichtigen Geo-Thema, ein Nachmittag mit Schülern draußen im Feld, oder ein populärwissenschaftlicher Vortrag in einer Gemeinde oder bei einem Verein. Schauen Sie bei http://www.geologie-ist-alles.at/ vorbei, um sich Anregungen zu holen.Derzeit laufen, und damit bin bereits beim letzten Punkt dieses Editorial, intensive Bemühungen die nationalen Aktivitäten im Rahmen des Internationalen Jahres des Planeten Erde auf Schiene zu bringen. Mitglieder unserer Gesellschaft sind dort federführend an der Arbeit und versuchen, trotz äußerst schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen (seitens des Wissenschaftsministeriums) konkrete Maßnahmen zu planen, die letztendlich zu einer besseren Bekanntheit der Geologie und zu einer breiteren Bewusstseinsbildung dieses an unseren Schulen ja kaum noch gelehrten Faches führen soll. Letztlich mindestens so wichtig sind jedoch die vielen kleinen Aktivitäten, die jeder Einzelne von uns selbst setzen kann.

Mit besten Grüßen
Ihr
Christoph Spötl
christoph.spoetl@uibk.ac.at


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Veranstaltungen

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Literaturhinweise

Prof. Herbert Weingartner bietet folgendes Buch den ÖGG-Mitgliedern zum Autorenpreis von € 8.- an:
Herbert Weingartner, Hans-Jörg Laimer & Roman Türk (2006): Lehrpfad Hallstätter Gletscher. Ein Begleiter durch die Gebirgslandschaft am Dachstein; Format 17,5 x 12,5 cm, 123 Seiten, 61 Farbabbildungen.

Die Fachsektion Hydrogeologie in der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften bietet Mitgliedern der ÖGG ihre Zeitschrift „Grundwasser“ zu besonderen Konditionen an. Abhängig von der Zahl der zusätzlichen Abonnenten könnten Sie die Zeitschrift zu einem Jahresbeitrag von 27,50 € beziehen. Grundwasser wird inzwi-schen im Science Citation Index (ISI) gelistet und erzielt für eine nicht-englischsprachige Zeitschrift einen be-achtlichen Impact.
Nähere Auskünfte: Geschäftsstelle der FH-DGG, Frau Dr. Ruth Kaufmann-Knoke, Telefon: 06321-484784, Telefax: 06321-484783, E-Mail: geschaeftsstelle@fh-dgg.de

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Vereinsnachrichten 02/2007



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