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zur Feierlichen Enthüllung der Gedenktafel

am ehemaligen Wohnhaus von
Gejza Bukowski von Stolzenburg
aus Anlass des 150. Geburtstags
des polnisch-österreichischen Geologen.

 
Montag, 14. April 2008, 17.00 Uhr
A-1030 Wien, Hansalgasse 3


Im Anschluss lädt das Wissenschaftliche Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften 1030 Wien, Boerhaavegasse 25 in seinen Räumlichkeiten zu einem kleinen Empfang

 
Gedenktafel
 

Gejza Bukowski von Stolzenburg (1858 -1937)
Forschungsreisender auf zwei Kontinenten

wurde am 28. November 1858 in Bochnia (Südpolen) im ehemaligen Galizien als einziger Sohn seiner Eltern polnisch-ungarischer Abstammung geboren. Er studierte nach Abschluss des Gymnasiums Naturwissenschaften an der Universität Wien bei Prof. Eduard Suess und Prof. Melchior Neumayr. In seiner Doktorarbeit befasste er sich mit den Jurabildungen in der Gegend von Tschenstochau. Unter dem Einfluss seiner beiden Professoren widmete sich Gejza Bukowski zunächst Forschungsarbeiten im Mittelmeer (auf den Inseln Rhodos, Kassos und Armanthia) und in Kleinasien (im Gebiet der Seen Ejerdir, Beisheher, Aksheher sowie Buldur im 400 km langen Landstreifen zwischen Babadag und Konya).

In den Jahren 1885-1888 war Bukowski bei Prof. Neumayr an der Lehrkanzel für Paläontologie beschäftigt. Von 1889-1918 forschte er im Dienste der Geologischen Reichsanstalt und bewährte sich dabei als gut kartierender Aufnahmsgeologe. Von 1893 bis zum Ausbruch des I. Weltkriegs arbeitete er im südlichsten Gebiet der damaligen k.u.k. Monarchie in Süddalmatien, dem heutigen Montenegro. Im Jahre 1903 wurde die geologische Detailkarte von Süddalmatien, Blatt Budua, im Maßstab 1:25.000 publiziert, die Karten Spizza Nord und Süd wurden im Jahre 1909 herausgegeben. Bukowski wohnte mit seiner Gattin Katharina in den Jahren 1904 – 1919 in der Hansalgasse 3 unweit der Geologischen Reichsanstalt.

Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges konnte Bukowski seine Tätigkeit in Dalmatien nicht mehr fortsetzen. Er beschäftigte sich mit der Ausarbeitung seiner zahlreichen Erkenntnisse in Wien. Die Ergebnisse dieser Arbeiten veröffentlichte er im Jahre 1917 als Detailkarte, Blatt Ragusa (heute Dubrovnik) im Maßstab 1:25.000. Im Jahre 1916 wurde G. Bukowski in Anerkennung seiner Verdienste zum Oberbergrat ernannt. Im Jahre 1919 übersiedelte das Ehepaar Bukowski nach Bochnia. In den Jahren 1919-1926 war Bukowski in der Abteilung für Erdöl- und Salzlagerstätten beim Polnischen Geologischen Dienst in Warschau beschäftigt. Das Ergebnis der letzten Periode seiner Geländeaufnahmetätigkeit ist die "Geologische Detailkarte der subkarpatischen Zone von Bochnia" im Maßstab 1:25.000 mit Erläuterungen. Im Jahre 1925 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Geologischen Bundesanstalt in Wien ernannt. Nach seiner Pensionierung 1926 arbeitete er weiterhin in Bochnia und veröffentlichte wissenschaftliche Arbeiten über seine früheren Forschungen in Süddalmatien und Kleinasien. Er starb am 1. Februar 1937 und wurde im Familiengrab in Bochnia begraben. Seine Bibliographie umfasst mehr als 65 Titel. Mehrere Fossilien wurden in Anerkennung seiner wissenschaftlichen Errungenschaften auf dem Gebiet der Paläontologie nach ihm benannt.



 

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